Lieblingssportart – Yoga

In Teil 3 meiner Mini-Serie über meine Lieblingssportarten stelle ich dir Yoga vor. Neben Klettern zum Kraftaufbau und Laufen zur Ausdauer ist Yoga…ja, was ist Yoga eigentlich genau? Und was bringt es mir, wenn ich das tue?

Erstmal so viel: Yoga ist keine Religion. Es ist aber auch kein reiner Leistungssport. Yoga funktioniert ganzheitlich. Es sieht den Körper nicht nur als Muskeln und Sehnen, sondern richtet sich auch an den Geist und das Bewusstsein. Yoga beinhaltet natürlich Übungen zur Stärkung und Dehnung des Körpers, aber auch Atemübungen und Mediation. Der Mensch wird beim Yoga als Ganzes gesehen und jeder Bereich will trainiert werden. Die körperlichen Übungen, auch Asanas genannt, sind nur ein kleiner Teil dessen was Yoga eigentlich ist.

Yoga ist ziemlich Trend grade und viele Menschen entdecken es grade für sich. Ich nehme mich da gar nicht raus. Ich hab mich in vielen Blogs damit beschäftigt und es hat mich neugierig gemacht. Wie in den meisten größeren Städten gibt es auch in Saarbrücken mittlerweile mehrere Yogastudios. Die meisten bieten eine Probestunde an oder einen Anfängerkurs. Perfekt um einfach mal auszuprobieren, ob Yoga für dich funktioniert.

lieblingssport yoga

 

 

Am Anfang kann es komisch sein, wenn Chants gesungen werden. Auch die Atemübungen und Meditationen sind vielleicht ungewohnt. Aber so hat jeder Yogi mal angefangen. Wichtig ist nur, dass du wirklich bereit bist, dich drauf einzulassen. Hab keine Angst, niemand wird dich in der Klasse auslachen. Wenn dir das Sitzen im Lotossitz etwa noch schwerfällt. Wie du auf dem Bild siehst, kann ich das auch noch nicht richtig. Auch wenn du eine Position nicht so lange halten kannst ist das ok. Jeder Mensch ist anders. Ein guter Yoga-Lehrer wird jeden seiner Schüler daher individuell anleiten. Vielleicht nennt er dir eine Alternativposition nennen, die besser für dich funktioniert. Das ist völlig ok, denn Yoga ist kein Wettkampf. Es geht um deinen Körper und darum ganz bei dir zu sein. Es geht darum in dich hineinzuhören, was du grade wirklich brauchst. Beim Yoga lernst du, immer wieder zu dir selbst zurückzukommen. Die Gedanken sind konzentriert und fokussiert. Entweder auf einen bestimmten Bereich deines Körpers oder auf deinem Atem. Lass dich nicht von Fotos von Yogis verwirren, die sie in den schwierigsten Yogaposen zeigen. Aber das ist alles Käse. Dein Ziel beim Yoga sollte niemals lauten: Damit ich mal diese fancy Positionen halten und mich damit für Instagram fotografieren kann.

Yoga ist wunderbar für einen klaren Kopf. Die Außenwelt wird ausgeblendet. Du fühlst deinen Körper so intensiv wie nie und lernst, ihm wirklich zuzuhören. Du lernst alle negativen Emotionen mit dem Ausatmen loszulassen und pure Energie einzuatmen. Durch all das wirst du geführt durch die Ansagen deines Yoga-Lehrers.

Doch natürlich ist Yoga auch ein großartiges Körpertraining. Ich wollte nur herausstellen, dass es nicht nur das ist. Aber ja, dein Körper wird sich durch die Yoga-Übungen verbessern. Ich habe ein angeborenes Hohlkreuz und ewig Verspannungen im Schulterbereich. Durch das Yoga hat sich meine Körperhaltung deutlich verbessert. Auch im Laufe des Tages halte ich mich mittlerweile gerader und richte mich mehr auf, ganz ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Meine Verspannungen der Schulter sind weg. Mein Kopf wird klarer und es fällt mir zunehmend leichter, meine Gedanken zu fokussieren anstatt dass sie wie ein wilder Bienenschwarm in meinem Kopf schwirren.

Yoga besteht somit aus mehreren Komponenten, die den ganzen Körper betreffen. Daher halte ich wenig davon, Yoga als Kurs im Fitnessstudio zu buchen. Ich mag mich irren, aber meistens geht es da wirklich nur um die rein körperliche Komponente. Vor allem wenn du Begriffe wie Yogilates liest solltest du dich fragen was du wirklich willst. Wenn du nur Übungen zur Körperformung im Sinn hast: Go for it aber lass dir sagen du verpasst was. Ansonsten such dir besser ein Yogastudio in dem du die ganze Fülle kennenlernst, die Yoga wirklich ausmacht. Du wirst dafür so viel zurückbekommen!

Hier sind meine Tipps für Yoga-Anfänger:

Ausrüstung/Kleidung:

  • — Für deine erste Probestunde reicht eine bequeme Leggings oder Sporthose und ein bequemes Shirt. Beides sollte allerdings nicht zu weit geschnitten, sondern eher enganliegend sein. Damit kann der Yoga-Lehrer besser sehen ob du die Position richtig ausführst. Die genaue Bein- oder Kniestellung etwa ist sehr wichtig und kann bei weiter Kleidung manchmal nicht genau gesehen werden.
  • — Bevor du dir teure Yogakleidung oder Zubehör kaufst, such dir dein Studio aus. In meinem Studio etwa legt die Yoga-Lehrerin Wert auf weiße Kleidung. Genauso trainieren wir dort alle mit der gleichen Matte in der gleichen Farbe. Mich persönlich stört das überhaupt nicht. Die Reduzierung der Farben strahlt eine unglaubliche Ruhe in dem Raum aus, die sich als Ruhe in meinen Kopf überträgt. Leider ist es nicht wirklich leicht, eine weiße Yogahose zu bekommen. Wenn, dann sind sie unglaublich weit geschnitten und fallen daher für mich raus. Für Tipps in der Sache bin ich jederzeit offen.
  • — Was für die Kleidung gilt, gilt auch für die Matte. Frag nach, ob es in deinem Studio für den Anfang eine Matte gibt, die du dir ausleihen kannst. Erst wenn du dich fest fürs Yoga und für ein bestimmtes Studio entschieden hast, solltest du dir eine eigene Matte zulegen. Falls dein Studio dir hier keine Vorgaben macht, hab ich einen großartigen Tipp für dich. Die Yogamatte aus Schurwolle von Bausinger. Ich lege sie unter eine dünne zweite Yogamatte, sozusagen als Polster und Wärmedämmung. Was soll ich sagen? Ich liebe sie. Sie ist wunderbar weich und kuschelig und spendet Wärme, auch wenn der Boden darunter kalt ist.
  • — Schuhe brauchst du keine. Yoga wird barfuß ausgeübt. Du kannst dir allenfalls ein paar dünne Socken mitbringen, wenn du während der Meditation oder der Tiefenentspannung am Ende leicht kalte Füße bekommst.

Das wars von mir vom Yoga. Ich hoffe ich hab dir einen kleinen Einblick gegeben und dir Lust drauf gemacht, dich auch mal drauf einzulassen. Ich für meinen Teil möchte es nicht mehr missen.

Damit ist meine 3-Teilige Serie zu meinen Lieblingssportarten auch komplett.

Hier kannst du nochmal die ersten beiden Teile nachlesen.

Teil 1: Klettern und Bouldern

Teil 2: Laufen

Wann steht bei dir wieder Sport auf dem Programm?

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