Lieblingssportart – Laufen

Es geht weiter mit meinen Lieblingssportarten. Ich behaupte nämlich, unsportlich gibt´s nicht. Du musst nur die richtige Sportart für dich finden. Daher stelle ich dir in einer 3-teiligen Serie meine Lieblingssportarten vor. Vielleicht ist ja da was für dich dabei. In diesem Beitrag geht´s um meine Ausdaueralternative, das Laufen. Ich geb dir Tipps wie du als Anfänger am besten startest und wie du am Ball bleibst.

Ich hab dir bereits vom Klettern erzählt, hier und hier. Klettern ist ein super Ganzkörpertraining, vor allem um Kraft aufzubauen und schön definierte Muskeln zu bekommen. Neben Kraft solltest du aber auf jeden Fall auch deine Ausdauer trainieren. Ich hab im Beitrag zum Thema Unsportlich bereits erwähnt, dass ich Fitnessstudios nicht mag. Ich bin auch kein Fan von Mannschaftssportarten. Ich wollte einen Ausdauersport, der sich ohne teures Equipment flexibel in meinen Alltag integrieren lässt. Was soll ich sagen, Laufen ist ideal.

Früher bin ich oft mit meinen Inlineskates losgezogen (ja, in den frühen 2000ern hatte man noch Inlineskates) oder hab mich aufs Fahrrad gesetzt. Ich mochte Laufen einfach gar nicht. Ein Satz eines Kollegen hat mich dann umdenken lassen. Er hat mal gesagt: „Beim Radfahren kannst du manchmal einfach laufen lassen. Du musst gar nichts tun und kannst dich ausruhen. Beim Laufen geht das nicht. Wenn du nichts tust, bleibst du stehen.“

Es ist total logisch, aber auch ein fantastisches Argument fürs Laufen. Du kannst hier nicht schummeln. Selbst wenn du nicht mehr kannst und vom Laufen ins Gehen wechselst, musst du deine Muskelkraft anwenden um vorwärts zu kommen. Zudem kannst du überall Laufen. Zu Hause, im Urlaub, auf Geschäftsreise…egal wo du bist und wo du hinfährst. Ein Fahrrad hast du meist nicht dabei. Laufschuhe passen immer noch in den Koffer.

Autumn run. Love the beautiful colors.

Ein von Sarah (@hazeleyednerd) gepostetes Foto am

Ich muss zugeben, Laufen macht nicht immer Spaß. Es ist anstrengend, es kann auch langweilig sein. Aber es tut verdammt gut. Ich hab einen Bürojob und muss 8 Stunden vor meinem PC sitzen. Du kannst dir vorstellen wie gut sich mein Körper fühlt, wenn er sich bewegen darf. Wie gut sich meine Beine fühlen, wenn sie gefordert werden. Wie gut sich meine Lungen fühlen, wenn sie nach der Büroluft mit frischem Sauerstoff gefüllt werden. Nein, Laufen macht vielleicht nicht immer Spaß, aber es tut so gut sich auf diese Art auszupowern. Es tut so gut, danach unter der Dusche zu stehen und zu wissen was ich gerade geleistet habe. Es tut so gut zu spüren, wie ich durchs Laufen mehr Energie den ganzen Tag über habe.

Ich könnte noch weitere Benefits aufzählen, die das Laufen bietet. Aber ich beschränke mich auf die wichtigsten. Laufen stärkt das Herz-Kreislauf-System, stärkt das Immunsystem und erhöht die Sauerstoffzufuhr im Gehirn. Außerdem werden Stresshormone abgebaut und Glückshormone aufgebaut. Natürlich verbrennst du damit auch jede Menge Kalorien und Fett, baust Muskeln auf, bekommst schöne Waden und einen schönen Po.

Doch wie startest du als Anfänger richtig mit dem Laufen? Fakt ist, einfach loslaufen ist eher nicht so optimal. Wenn dein Körper diese Anstrengung nicht gewohnt ist, machst du sehr schnell schlapp. Du bekommst Seitenstechen, deine Lunge brennt, deine Beine tun weh und du hast schon gar keine Lust mehr. Besser ist es, langsam zu starten und deinem Körper Zeit geben, sich anzupassen.

Starte daher am besten mit einer Mischung aus kurzen Laufeinheiten und Gehpausen. Kurz bedeutet, am Anfang 2 Minuten Laufen im Wechsel mit 5 Minuten schnellem Gehen, insgesamt etwa 30 Minuten lang. Nach und nach kannst du dann die Laufminuten verlängern und die Gehminuten verkürzen. 2 Minuten klingt verdammt wenig, aber wenn du noch nie einen Ausdauersport betrieben hast, reicht das am Anfang völlig aus. Wichtig ist nur, dass du regelmäßig läufst. Trag dir am besten die Lauftermine in den Kalender ein und sieh sie als Pflichttermine, die nicht verschoben werden dürfen. Nur so kann sich dein Körper an die Intensität gewöhnen und nur so wird sich auch deine Ausdauer steigern. Irgendwann wirst du es schaffen, 30 Minuten am Stück zu laufen. Ich kann dir sagen, das ist ein großartiges Gefühl.

Wenn du magst, kannst du dich ja auch einer Anfänger-Laufgruppe anschließen. Ich persönlich laufe lieber alleine, noch nicht mal mein Freund darf mich begleiten. Ich mag es, mein eigenes Tempo zu finden und mich beim Laufen wirklich nur auf mich, meinen Körper und die Laufstrecke konzentrieren zu können.

Ich laufe an der Saar entlang, einfach, weil die fast direkt vor meiner Tür liegt und ich gerne entlang von Wasser laufe. Wenn ich mal Lust auf Abwechslung habe, finde ich Runmap.net super um neue Laufstrecken zu finden.

 

Hier sind noch meine Tipps für Laufanfänger zum Thema

Ausrüstung/Kleidung:

  • Das Wichtigste sind die Schuhe. Hier solltest du dich auf jeden Fall in einem Fachgeschäft beraten lassen. Es gibt extra Laufsportgeschäfte, die dich auf ein Laufband stellen und deinen Laufstil mit der Kamera filmen. Keine Sorge, du musst nur mal für eine Minute oder so laufen. Aber nur so kann der Mitarbeiter im Geschäft ganz genau deinen Laufstil erkennen und dir den passenden Schuh empfehlen. Laufschuhe kosten oft um 100-200€. Aber das solltest du auf jeden Fall ausgeben. Laufen ist eine Belastung für den Fuß und der Schuh muss daher bestmöglich unterstützen.
  • Ansonsten kannst du beim Laufen so ziemlich alles anziehen, was bequem ist. Ich persönlich mag spezielle Lauffunktionsbekleidung trotzdem am liebsten. Sie ist leicht und der Stoff transportiert den Schweiß vom Körper weg. Vor allem im Winter finde ich das wichtig, damit es sich nicht feuchtkalt und unangenehm auf der Haut anfühlt. Ich kaufe meine Laufklamotten am liebsten bei Decathlon. Die kosten kein Vermögen, sehen gut aus und funktionieren super für mich. Dort gibt es sowohl Sommer- wie auch Winterlaufbekleidung und Accessoires. Ich hab gelernt, mich generell nicht zu warm einzupacken. Dir wird beim Laufen automatisch warm, glaub mir. Im Sommer reicht eine kurze Hose und T-Shirt, ggf. eine dünne Regenjacke. Im Winter laufe ich mit langem Funktionsshirt, einer Winterlaufjacke und einer warme Laufhose. Daneben Handschuhe, Mütze und ein Tuch als Mundschutz. Letzteres dient dazu, dass ich auch im Winter durch den Mund atmen kann, ohne direkt die eiskalte Luft abzubekommen. Sonst gibt’s bei mir nämlich sehr schnell Halsweh.
  • Musik! Mittlerweile laufe ich (fast) nur noch mit Musik. Am liebsten mag ich die Spotify-Laufplaylists. Die passen sich deinem Lauftempo an und finden Musik die den gleichen Beat hat. Das fühlt sich für mich dann harmonischer an und hilft mir mein Tempo zu halten. Als ich gestartet bin, bin ich allerdings ohne Musik gelaufen. Erstens war mein Handy dann der Wecker, um meine Lauf- und Gehzeiten einzuhalten. Andererseits kannst du besser auf die Signale deines Körpers hören, wenn du nicht durch Musik abgelenkt wirst. Und nicht zuletzt leben wir in so einer lauten Welt. Da kann es manchmal ganz angenehm sein, nichts zu hören außer deinen Schritten auf dem Boden, dem Rauschen der Bäume um dich herum und dem Zwitschern der Vögel. Probier’s aus, such dir eine Laufstrecke im Wald, lass die Musik aus und lausche einfach nur.

 

lieblingssport laufen

 

Was ich dir noch sehr empfehlen kann als Laufanfänger ist das Buch: Get ready to run. Das ist geschrieben von 2 Laufbloggerinnen und gibt dir jede Menge Tipps zum Einstieg ins Laufen. Dort findest du auch einen super Trainingsplan für deine ersten 30 Minuten. Dank diesem Buch hab auch ich den Einstieg geschafft. Hier kannst du auch nochmal meinen Beitrag dazu lesen, mit einer ausführlichen Rezension.

Hier findest du nochmal die anderen Teile der Serie: 

Teil 1: Klettern oder Bouldern 

Teil 3: Yoga

Was hält dich noch vom Laufen ab?

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Ich bin hazeleyednerd

Ich bin Sarah. Musikerin, Nerd und hazeleyednerd in Person. Wenn du mehr über mich erfahren willst, kannst du das hier tun.

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