Ausmisten reloaded

Seit mehr als einem Jahr beschäftige ich mich jetzt mit dem Thema Ausmisten und Minimalismus. Doch anstatt sich nur auf das Materielle zu beschränken, hat es Gedankengänge angestoßen, die immer tiefer gehen. Es hat ein Gefühl ausgelöst, dass so berauschend ist, dass ich nicht mehr davon loskomme.

Es ist das Gefühl der Freiheit, nicht nur frei von Zeug, sondern auch im Kopf. Ich habe mittlerweile verstanden, dass Ausmisten nicht beim Materiellen endet. Die Konsumgüter die ich angehäuft hatte waren wie eine Wand, hinter der sich der wahre Mensch verbarg. Jetzt habe ich diese Wand Stück für Stück abgetragen. Ich brauche sie nicht mehr um mich dahinter zu verstecken. Ich muss (und will) mich nicht mehr über das definieren, was ich habe. Sondern nur noch über das, was ich bin.

Der Minimalismus endet bei mir also nicht mehr bei überflüssigem Besitz. Er macht weder halt vor verstaubten Glaubenssätzen noch vor schlechten Gewohnheiten oder veralteten Traditionen. Alles wird aufgebrochen, ausgemistet und neu zusammengesetzt. Genau wie Kleidung, die ich nicht mehr tragen will, gibt es Angewohnheiten, denen ich nicht mehr treu bleiben will. Genauso wichtig wie Bücher zu entsorgen, die im Regal verstauben ist es Glaubenssätze über Bord zu werfen, die mir nicht mehr entsprechen.

Traditionen die sich nicht gut für mich anfühlen, will ich nicht mehr beibehalten. Das Gleiche gilt für Verpflichtungen. Bin ich eingeengt dadurch? Ist es vielleicht sogar eine Verpflichtung, die mir von außen auferlegt wurde? Weg damit!

Ich weiß, manchmal geht das nicht von heute auf morgen. Aber setz es auf deine ToDo-Liste. Überleg dir, was du tun kannst um es zu ändern, um da rauszukommen. Tu es! Und ja, ich weiß es wird manchmal weh tun. Es wird dir wehtun und du wirst andere verletzen, enttäuschen, möglicherweise schockieren. Du wirst vielleicht Freunde oder Kollegen verlieren. Es wird Diskussionen geben, auch in deiner Familie. Aber all das wird vorbeigehen. Du kannst und wirst all das überstehen!

Aber das ist es wert, weil es sich viel, viel besser anfühlen wird. Weil du dich nicht mehr verbiegen musst. Weil du endlich tun kannst, was du wirklich willst. Nicht was andere von dir erwarten. Oder weil es so Tradition ist. Oder weil es (in deiner Familie / deinem Job / deinem Wohnort /…) immer schon so gemacht wurde. Erst recht nicht, weil „man das so macht.“ (Wenn du mich wirklich auf die Palme bringen willst, komm mir mit diesem Satz!)

Fuck it – leave it!

Es ist dein verdammtes Leben. Und es ist so leicht, denn sei ehrlich, du weißt, was du willst. Du weißt, was sich gut für dich anfühlt. Du weißt, wann du ja und wann du nein sagen willst. Dann tu es! Sag es! Solange du niemandem ernsthaft damit schadest: Go for it! Was ist das Schlimmste, dass passieren kann, wenn du es tust? Und was ist das Beste? (Das sehr wahrscheinlich dann passieren wird.)

Wenn du es zulässt, steht dir das geilste Leben offen. Du wirst eine wahnsinnige Energie spüren, weil du aufhörst, gegen dich selbst zu arbeiten. Du wirst die Menschen anziehen, die wirklich auf deiner Wellenlänge sind. Du wirst Dinge schaffen, die du nie für möglich gehalten hast. Es ist so großartig. Ich spüre wie ich mich in den letzten Monaten weiterentwickelt habe. Ich denke daran, was ich gelernt habe. Wie viele Ideen und Gedanken geflossen sind. Wie viel stärker ich geworden bin. Wie viel sichtbarer und selbstbewusster. Wie viele positive Erfahrungen ich gemacht habe.

All das nur, weil ich in meinem Kopf ausgemistet habe und all den Mist rausgeworfen hab, der mich blockiert hat. Dadurch entstand endlich Platz für all das Gute und Positive, was reinfließen kann. All die Liebe, die Kreativität, die Lust, die Freude, die Ideen, die Inspiration, die Motivation…all das und noch tausend Dinge mehr die wirklich zu mir passen und gehören. All das, weil ich den inneren Kampf nicht mehr austragen muss, mich mit dem Zeug zu befassen mit dem ich mich nicht mehr befassen will. Auch bei mir steht noch einiges auf der ToDo-Liste, dass ich ändern und loslassen will. Aber ich hab so Lust drauf, weil ich weiß wie geil die Zeit danach wird.

 

ausmisten reloaded

 

Du kennst das. Wenn dir etwas liegt und Spaß macht, geht es dir leicht von der Hand und die Zeit vergeht wie im Flug. Wenn du dagegen etwas tun musst, was du als sinnlos erachtest oder woran du gar keinen Spaß hast, fällt es dir doppelt so schwer. Daher solltest du dich immer hinterfragen, wenn du dieses Gefühl hast. Muss ich das wirklich tun? Will ich das wirklich tun? Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich es nicht tue? Wenn es denn wirklich getan werden muss, muss ICH es tun oder kann ich es delegieren? Das gilt für jeden Bereich deines Lebens.

Niemals, niemals, niemals solltest du dich bei diesen Gedanken schlecht fühlen. Du bist nicht egoistisch, du bist nicht undankbar, oder faul oder was auch sonst man dir vielleicht an den Kopf werfen wird. Du bist einfach nur du selbst. Überleg einfach, worin du wirklich gut bist. Überleg, was du wirklich willst. Überleg, wie du wirklich dein Potential nutzen kannst um dieser eine, spezielle, großartige Mensch zu sein, der nur du sein kannst und niemand sonst auf der Welt.

Also worauf wartest du noch? Fang an dein Leben mal so richtig auszumisten. Erst im materiellen Bereich und dann im Kopf.

Bist du dabei?

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